C.H. Beck Verlag, München 2026
ISBN
9783406844362 Gebunden, 128 Seiten, 14,00
EUR
Klappentext
Die Amerikanische Revolution begann als Steuerstreit, doch dabei blieb es nicht. Schon bald ging es auch um die Frage, was legitime Herrschaft eigentlich ausmacht. Deren Grundlagen wurden mit der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 neu definiert. In ihrer Revolution erfanden die Amerikaner nicht nur die liberale Demokratie, sondern auch den modernen Konstitutionalismus und Föderalismus. Volker Depkat beschreibt den nach 1763 eskalierenden Konflikt zwischen Mutterland und Kolonien, gibt einen Überblick über Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur der Kolonien und zeigt, wie die Amerikanische Revolution die USA bis heute prägt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2026
Rezensent Peter Sturm fühlt sich gut, beziehungsweise "solide" informiert von diesem Buch, in dem der Historiker Volker Depkat die Geschichte und Vorgeschichte der USA erzählt. Es setzt 1763 ein, mit dem Ende des siebenjährigen Kriegs, der für die Kolonialmacht Großbritannien einen Triumph bedeutete und führt bis in die Trump'sche Gegenwart. Sturms Rezension konzentriert sich auf den Anfang dieser Zeitspanne, also auf den Unabhängigkeitskrieg sowie die internen Querelen in den jungen USA im Zuge der Verfassungsgebung. Depkat stellt in seinem Buch dar, wie sowohl auf Seiten der weißen Siedler in Nordamerika als auch auf Seiten Großbritanniens zunächst keineswegs alle Zeichen auf Konflikt standen; allerdings sorgte ein entstehendes "Sendungsbewusstsein" in den Kolonien dafür, dass Entscheidungen im europäischen Mutterland immer weniger akzeptiert wurden. Die anschließende Umwälzung mitsamt Staatengründung beschreibt Depkat als eine "zutiefst konservative Revolution", lesen wir. Sturm ist dem Buch zugetan, das auf vergleichsweise wenig Seiten in eingängiger Sprache und frei von Polemik tiefe Einblicke in die Geschichte der USA ermöglicht.
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