Volker Breidecker

Rom

Ein kulturgeschichtlicher Reiseführer
Cover: Rom
Reclam Verlag, Stuttgart 2000
ISBN 9783150104668
gebunden, 328 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

60 schwarzweißabbildungen, Stadtplan, Karte. Verzeichnis der Päpste. Als Papst Bonifaz am 16. Februar 1300 eine Bulle erließ, die das bereits angebrochene Jahr zum Jubeljahr erklärte, legte er den Grundstein für eine Tradition, die bis in die Gegenwart reicht: Auch in diesem Jahr werden Pilger wie von alters her auf den großen Einfallstraßen in die Stadt gelangen. Volker Breidecker begleitet sie und alle Kunstenthusiasten und -touristen zu bekannten und weniger bekannten Stätten Roms.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.07.2000

In einer Doppelrezension bespricht Albert von Schirnding zwei kulturgeschichtliche Reiseführer zu Rom.
1.) Volker Reinhardt: "Rom. Ein illustrierter Führer durch die Geschichte". (C. H. Beck Verlag)
Diesem Buch widmet der Rezensent nur einen kurzen Abschnitt, in dem er darauf hinweist, dass Reinhardt nach der "üblichen Methode" des zeitlichen Nacheinander vorgeht. In diesem Fall heißt das, dass die Darstellung bei Rom als Hauptstadt des römischen Imperiums beginnt und bis zum Ende des Kirchenstaats 1870 reiche. Jedem, "dem an handfester Unterweisung gelegen ist, wird diesem zuverlässigen Führer mit Gewinn folgen", so das Fazit des Rezensenten.
2.) Volker Breidecker: "Rom. Ein kulturgeschichtlicher Reiseführer" (Philipp Reclam jun.)
Die Vorgehensweise Volker Breideckers findet der Rezensent im Vergleich zu Reinhardts Rom-Führer jedoch "kühner und interessanter". Breidecker beschäftige sich mehr mit der "Gleichzeitigkeit des Vergangenen", indem er sich auf die Oberfläche der gegenwärtigen Dinge einlasse und diese "als den versammelnden Ort einer langen Folge von Verwandlungen begreift". Dabei komme der Autor u. a. auch zu dem Schluss, dass der "Raubbau" der Päpste an der Architektur nicht nur zerstörerisch war, sondern erst die "spannungsvolle Einheit" des weltlichen und geistlichen Roms ermöglicht habe. Das Aufzeigen einer Gleichzeitigkeit von verschiedenen Epochen und "künstlerischer Stile als innerer Schichtung" scheint nach Ansicht des Rezensenten hier auf faszinierende Weise gelungen zu sein.

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