Sebastian Heinrich

Kurz gesagt: Italien

Italien erklärt - Wort für Wort
Cover: Kurz gesagt: Italien
Suhrkamp Verlag, Berlin 2024
ISBN 9783518474341
Kartoniert, 309 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Ach, bella Italia: Schon der Espresso am Autogrill gleich hinter der Grenze schmeckt viel besser als jede Edelbohne bei uns. Die Italiener lieben ihren caffè wie ihren Fußball und ihre Pasta. Der Verkehr ist chaotischer als bei uns, die Politik - die Politik … Der deutsche Blick auf Italien ist geprägt von Sehnsucht und Bewunderung. Und von Stereotypen: Berlusconi, Bialetti, Bolognese. Sebastian Heinrich lädt uns ein, hinter die Klischees zu schauen. Anhand einzelner, unübersetzbarer Begriffe bringt er uns das Land Wort für Wort ein Stückchen näher: von den herrlich kitschigen cinepanettoni, die an Weihnachten im Fernsehen laufen, über den berlusconismo bis hin zu papeete und der Frage, warum in Rom eigentlich so oft die Regierung stürzt. Er erklärt, warum der Norden über den Süden die Nase rümpft - und umgekehrt - und weshalb die Städte an ferragosto in einen tiefen Sommerschlaf verfallen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.2024

Der politische Journalist Sebastian Heinrich betreibt einen Podcast mit dem Titel "Kurz gesagt: Italien", nun ist daraus dieses Buch entstanden, in dem Heinrich uns an fünfzehn Wörten aus der italienischen Alltagskultur Italien zu erklären versucht, freut sich Rezensent Andreas Rossmann. Nicht nur, weil der Kritiker hier so schöne Worte wie "Cinepanettone" - eine Filmkomödie zur Weihnachtszeit - oder "Quattrocentoottantadue" - ein Gesetz zum Schutz von zwölf Minderheitensprachen kennenlernt. Instruktiv findet Rossmann auch, wie der Autor auf Grundlage zahlreicher Recherchen Hintergründe zu den Begriffen beleuchtet und skizziert, was sie uns über italienische Geschichte und Identität verraten. So versucht der Autor über diese Begriffe Berlusconis Aufstieg zu greifen, das italienische Wirtschaftswunder nachzuvollziehen oder dem italienischen Hang zu Verschwörungstheorien näherzukommen. Dass Heinrich Widersprüche mitunter einfach glattbügelt,um die ein oder andere These zu belegen, moniert der Kritiker zwar. Aber nach der Lektüre erscheinen ihm einige Klischees nicht mehr ganz so wirkmächtig.
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