Klappentext

Mit Beiträgen von Helmut Göbel, Veza Canetti, Bettina Bannasch, Ritchie Robertson, Irmela von der Lühe und Angelika Schedel. Mit einer Bibliografie zu Veza Canetti.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2003

Überaus spannend findet der czz. zeichnende Rezensent die nun in der Reihe "Text und Kritik" erschienene Sammlung über die 1963 verstorbenen Autorin Veza Canetti, deren 1990 posthum erschienener Episodenroman "Die gelbe Straße" für Aufsehen sorgte. Aufgrund der noch jungen Rezeption des stückweise zutage geförderten Werks verwandeln sich nach Ansicht des Rezensenten die offenen Fragen zu Biografie und Textgenese oft in ein "detektivisches Unterfangen". "Wie ging es zu", fragt der Rezensent, "dass die im Wien der dreißiger Jahre durchaus vernehmbare Stimme im englischen Exil zunehmend hinter derjenigen ihres Mannes, Elias Canetti, zurücktrat?" Eine Antwort auf diese Frage versucht laut Rezensent Angelika Schedel, die ein "verhindertes" literarisches Leben an den Rändern von vielerlei Ungewissheiten skizziere, während Bettina Bannaschs einige Charakteristika des singulären Prosawerks vorstelle. Gleichwohl werfe der Band mehr Fragen über Veza Canetti auf, als er zu klären vermag, hält der Rezensent fest. Doch gerade hierin besteht seines Erachtens seine Qualität.
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