Wie kann unsere Arbeitskultur aussehen, wenn wir nicht mehr in den männlichen Prinzipien des Höher-Besser-Weiter denken? Wenn wir stattdessen feminine Qualitäten suchen - auch und gerade im Business? Immer noch werden Fähigkeiten, die als "weiblich" gelten, abgewertet oder unsichtbar gemacht. Die Fokussierung auf das Männliche treibt unseren Planeten ans Limit und uns selbst in die Erschöpfung. Wie sind wir als Gesellschaft dahingekommen? Wie kann man die Faktoren neu sortieren? Veronika Fischers Analyse reicht von der Steinzeit über die Hexenverfolgung bis ins postindustrielle Zeitalter, begleitet von feministischer Literatur. Verschiedene Künstler:innen kommen außerdem in Interviews zu Wort.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.03.2025
Rezensentin Ramona Westhof ist merklich irritiert von der esoterischen Basis, auf die Veronika Fischer ihre eigentlich interessanten Gedanken zum "weiblichen Arbeiten" stellt: Sie macht Vorschläge zum flexiblen und kollegialen Arbeiten und versteht Arbeit dabei sowohl als Lohn- als auch Sorgearbeit. Ihr geht es laut Westhof darum, zu ermutigen, sich seiner individuellen Stärken zu bedienen. Sie spricht aber in ziemlich rückwärtsgewandter Weise von "weiblichen" und "männlichen" Energien, die sich an Geschlechterstereotypen wie Stärke versus Empathie orientieren. Schade, dass die "kluge Kapitalismuskritik", die Fischer übt, durch solch esoterische Zuschreibungen getrübt wird, schließt die Kritikerin.
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