In elf Einzelporträts belebt Verena Auffermann die erstarrten Helden der italienischen Malerei des Quattrocento neu. Dabei diskutiert sie grundlegende Fragen der Ästhetik und der gesellschaftlichen Bedeutung des Kunstwerks.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 09.12.1999
An seinem Anspruch im Klappentext gemessen findet Elke von Radziewsky dies schmale Büchlein eher peinlich. Denn für sie ist es keine wie nebenbei dargebotene Diskussion "maßgeblicher kunstgeschichtlicher Positionen", sondern nur eine nette "Plauderei über Bilder", die zum Reisen und Hinsehen animiert. Wer mit der Autorin losziehen will, um sich in den Bildern z.B. von Carpaccio, Potormo und Lorenzo Lotto wiederzufinden, soll es getrost tun. Aber zu behaupten, die Gemälde der Renaissance könnten unmittelbar Stoff der eigenen Phantasie werden und würden sich dadurch klarer erschließen als durch den "spitzfindigen Fußnotenfleiß" von Kunsthistorikern, hält die Rezensentin für literarisch inspirierten Blödsinn und dumme Besserwisserei.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
Die eine oder andere interessante Beobachtung hat Christine Tauber in dem Buch zwar gefunden, aber das hält sie nicht davon ab, den Rest bitterböse abzufertigen. "Duktus der Wissenschaftsfeindlichkeit, "gnadenloses Sentenzenschmieden" sind noch die freundlichsten Diagnosen der Kritikerin. Die platonischen Dialoge mit einer Kunststudentin, die Auffermanns Essays eine Struktur geben sollen, erregen bestenfalls Taubers Heiterkeit. Auch sonst findet sie nur Klischees: über Italiener, über Kunst und Leben, gar über die Liebe.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…