Kommissar Laurenti stürzt sich in Arbeit, um seine Eheprobleme zu vergessen. Er hat viel zu tun: Im winterlichen Triest versammeln sich immer mehr Rechtsradikale, ein Haus fliegt in die Luft, es geschieht ein Mord, der unter Umständen mit einer Schmugglerbande in Zusammenhang steht, und alte Rechnungen werden blutig beglichen. Das explosive Gemisch aus Slowenen, Kroaten und Italienern, eifernden Nationalisten und alten Kommunisten erschwert dem Kommissar die Klärung des komplizierten Falles, bis als grausamer Höhepunkt ein Ritualmord auf dem Karst geschieht...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.04.2002
Krimileser sind konservativ, und sie sind Süchtige, erklärt Rezensentin Maike Albath, deswegen müssen Neuankömmlinge unter den Kommissaren einen eingehenden Bewährungstest bestehen. Mit "die Toten vom Karst" hat Veit Heinichen gute Chancen in der Krimigemeinde, prognostiziert die Rezensentin. Sie selbst findet Heinichens Commissario Proteo Laurenti, der die typischen Eigenschaften eines Detektivs mit individuellen Marotten verbindet, sehr sympathisch. Aber nicht nur der Kommissar, sondern auch der Rest des Buches stimmt. Nur an wenigen Stellen sind die erläuternden Passagen der Rezensentin zu lang, dafür entschädigten aber die stimmige Bauweise und das Personal. Veit Heinichen wähle eine "klassische Variante" des Kriminalromans, rolle mehrere Handlungsstränge gleichzeitig auf und bringe von Anfang an alle Beteiligten ins Spiel. Mit "Die Toten vom Karst" hat Heinichen nach Ansicht der Rezensentin den Test bestanden, sein Commissario ist als Serienheld etabliert: "man möchte noch öfter mit ihm auf Spurensuche gehen."
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