Ulrich Wickert

Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen

Cover: Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2017
ISBN 9783455502176
Gebunden, 288 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Frankreich ist mehr als nur der große Nachbar Deutschlands. Es ist ein Land, das sich vom Erbfeind zum vertrauten Partnerland gewandelt hat, das nach dem Brexit als Pfeiler Europas so wichtig ist wie nie zuvor. Und es ist seit jeher ein Sehnsuchtsland der Deutschen, die seine Eleganz und seinen Stil, die Küche und Kultur bewundern. Aber Frankreich steckt in der Krise: Der Niedergang der Wirtschaft, politische Skandale und Stagnation, der Aufstieg des rechtsradikalen Front National, soziale Spannungen und islamistische Attentate haben das Selbstbewusstsein der Grande Nation erschüttert. Ulrich Wickert berichtete jahrelang als Auslandskorrespondent aus Paris, lebt bis heute neben Hamburg auch in Südfrankreich. "Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen" ist das Resümee seiner lebenslangen Faszination und Auseinandersetzung mit einem Land, das uns so vertraut scheint, aber doch viele Geheimnisse birgt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.10.2017

Nicht unfreundlich, aber letztlich gnadenlos bespricht der Romanist Clemens Klünemann dieses Buch, das sich für ihn in eine Unzahl klischeebeladener Liebeserklärungen an Frankreich einreiht. Vieles stört ihn an dem Band, das er selbst in seiner kurzen Rezension unterzubringen versteht. Was Wickert über französische Männer im Gegensatz zu deutschen sagt, was er zum Bildungsgrad französischer Präsidenten oder allzu undifferenziert zur Rolle der katholischen Kirche in dem Land schreibt - all das geht für den Rezensenten nicht auf. Manche interessante Einblicke gewinnt Klünemann allenfalls durch die intensive Vernetzung Wickerts mit französischen Eliten. Na, immerhin! Überraschend nebenbei, dass Klünemann Friedrich Sieburgs berühmten Essay "Gott in Frankreich" zu den Klischee-Büchern zählt, während er das Frankreich Buch des verbissenen Gaullisten Peter Scholl-Latour als leuchtendes Gegenbeispiel hochhält.
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