Herausgegeben und übersetzt von Florian Kragl. Die Edition des Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven erfüllt ein langjähriges Desiderat der germanistischen Mediävistik. Sie bietet neben dem mittelhochdeutschen Text auch eine neuhochdeutsche Übersetzung und exakte Handschriftentranskriptionen. Ein Forschungsbericht, ein Stellenkommentar, eine vollständige Forschungsibliografie zum Text sowie diverse Register runden die Ausgabe ab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.12.2006
Tilman Spreckelsen findet zwar, dass die "Lanzelet"-Fassung von Ulrich von Zatzikhoven, die vermutlich um 1194 entstanden ist, die glatteste und spannungsärmste Version der bekannten Sage ist. Daran liegt es auch, dass diese Versdichtung sich bei den Mediävisten keiner großen Beliebtheit erfreut, glaubt der Rezensent. Dafür findet er aber im Gegensatz zum vielleicht zu eindimensionalen Helden die Beschreibung der Orte wie etwa das "schreiende Moor" ziemlich originell und fesselnd. Auch einige der Nebenfiguren ringen ihm durchaus Zuneigung ab. Trotz allem freut sich der Rezensent aber, dass nun eine zweisprachige Ausgabe vorliegt, die philologisch kaum etwas zu wünschen übrig lässt, deren Kommentar durch Sorgfalt überzeugt und die den neuesten Forschungsstand berücksichtigt. Lediglich an der Übersetzung hat Spreckelsen zu meckern, dass sie sich mitunter gar zu eng an die althochdeutsche Vorlage klammert, ansonsten aber lobt er diese Neuübersetzung der bisher nur in einer Publikation aus dem 19. Jahrhundert greifbare Lanzelet-Geschichte als erfreulich.
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