Ulrich Schneider
Krise
Das Versagen einer Republik

Westend Verlag, Frankfurt am Main 2024
ISBN 9783864894541
Gebunden, 176 Seiten, 20,00 EUR
ISBN 9783864894541
Gebunden, 176 Seiten, 20,00 EUR
Klappentext
Deutschland hat versagt, schreibt Ulrich Schneider. Die Bundesrepublik stand mit Corona, Energiekrise und explodierenden Lebenshaltungskosten vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte, es wurden unvorstellbare Summen in zahllosen Entlastungspaketen ausgegeben. Trotzdem gelang es nicht, die Gesellschaft in ihrer Krise zusammenzuhalten. Das Ergebnis ist ein sozial noch tiefer in Arm und Reich gespaltenes Land als zuvor. Der aus Talkshows bekannte Sozialexperte und Autor nimmt eine schonungslose Abrechnung mit einer Krisenpolitik von Großer Koalition und Ampel vor, die das Auseinanderdriften dieser Gesellschaft nicht nur hingenommen, sondern sogar noch gefördert hat. Das Buch für alle, die verstehen wollen, wie und warum die deutsche Regierung durch die Krisen der letzten Jahre gescheitert ist.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.06.2024
Rezensent Pitt von Bebenburg verspricht mit Ulrich Schneiders Buch eine Begegnung mit dem "Soziallobbyisten", wie man ihn aus Talkshows kennt, aber auch Blicke hinter die Kulissen. Zum Eintritt in seinen Ruhestand liefert der langjährige Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands eine abschließende Abrechnung mit der deutschen Krisenpolitik, die seiner Meinung nach versagt hat: Obwohl die Krisenreihung aus Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation hätte genutzt werden können, um eine "konsequent solidarische Politik" zu stärken, wie von Bebenburg wiedergibt, sei die Gesellschaft im Gegenteil noch gespaltener als zuvor. Wie Schneider unter Rückgriff auf seinen Armutsbericht vom Versagen verschiedener Unterstützungsprogramme berichtet, von peinlich geringen Zuschüssen oder "Reichenschonung", findet der Kritiker aufschlussreich und gewohnt scharfzüngig formuliert. Fast noch spannender scheint ihm, wie Schneider als Insider von den Schwierigkeiten im beruflichen Umgang mit untereinander verbandelten, ehemaligen Parteimitgliedern in Gewerkschaften und Verbänden offenlegt. Für den Kritiker ein würdiges Abschiedsbuch.
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