Als Alfred Krupp 1871 darüber nachdachte, was mit all dem geschehen sollte, was sich rund um die Firma - und später auch rund um den Hügel - ansammelte, kam er auf die Idee eines Archivs, damit "nicht verloren gehen möge, was … noch vorhanden" ist. Heute füllen Artefakte, Fotos und Papiere in fast unübersehbarer Menge die Magazine des Historischen Archivs Krupp. Die Reihe "Essay und Archiv" reflektiert die in diesen Quellen sedimentierte Geschichte, und mit Krupp ist sehr vieles verbunden - von der Kultur- bis zur Wirtschaftsgeschichte, Soziales selbstverständlich, Politik- und Alltagsgeschichte, Internationales. Die einzelnen Beiträge der Reihe haben die Freiheit, sich eng an die Quellen anzulehnen oder sie als Ausgangspunkt zu nehmen für Betrachtungen mit weiterem Horizont. Im vorliegenden Band beschreibt Ulrich Raulff das "Sauerland als Lebensform". Der Text wird gelegentlich dicht, über weite Strecken aber eher assoziativ von einer Bilderzählung zur Geschichte und Vorgeschichte von Krupp im Sauerland begleitet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2021
Rezensent Andreas Rossmann lädt mit Ulrich Raulff ein, das Sauerland kennenzulernen. Der Autor legt eine beschwingte Archäologie der Sauerländer vor, in der sich Autobiografisches über eine Kindheit im Nachkriegsdeutschland, Krupp-Unternehmensgeschichte und Kulturhistorisches verbinden, wie Rossmann erklärt. So schmal der Essay ist, so komplex, meint Rossmann, weil der Autor das Sauerland in Kontexten verortet, geografischen, wirtschaftlichen, historischen. Alles ironisch augenzwinkernd, assoziativ, anregend, findet der Rezensent.
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