Alex Gino

George

(ab 10 Jahre)
Cover: George
Fischer KJB, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783737340328
Gebunden, 208 Seiten, 14,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Alexandra Ernst. George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2016

Im Gespräch mit dem/der Transgender-Autor/in Alex Gino geht Rezensentin Katrin Hörnlein der Frage nach, ob das Thema "sexuelle Identität" schon in Kinderbüchern verhandelt werden sollte. Genau darum geht es nämlich in "George", erklärt die Kritikerin: Erzählt wird die Geschichte eines zehnjährigen Mädchens, das biologisch ein Junge ist und nicht nur unter der Ablehnung und Irritation der Umwelt leidet, sondern auch langsam beginnt, das Versteckspiel zu beenden. Viel mehr erfahren wir über das Buch leider nicht, besorgten Eltern kann die Kritikerin aber versichern: Themen wie Sex und Körperlichkeit werden ausgespart, stattdessen hat Hörnlein eine behutsame und einfühlsame Geschichte über geschlechtliche Identität gelesen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.10.2016

Augen und Herz öffnet das Buch von Alex Gino bei Cornelia Geissler. Die Geschichte des 10-jährigen George, der sich als Mädchen fühlt, erzählt ihr Gino entlang literarischer Erweckungserlebnisse, wie E. B. Whites "Wilbur und Charlotte" und Georges Proben zu einem daraus entwickelten Stück. Das funktioniert gut, findet Geissler. Der Autor kann das Gefühl des Andersseins gut ausbalanciert darstellen, meint sie, zwischen Schrecklichem und Möglichem, Enttäuschung und Hoffnung, Freundschaft und Streit. Dass die Story gut ausgeht, gefällt Geissler auch.