Die Epoche der griechischen Kunst hat die europäische Kulturgeschichte geprägt wie keine andere. In ihrer Bildkunst vergegenwärtigten sich die alten Griechen Götter und Heroen, bedeutende Personen der Vergangenheit und der Gegenwart, öffentliche und private Szenen. Tonio Hölschers konzentrierte, lebendige Darstellung führt durch die Bildwelten der Standbilder und Reliefs, der Gemälde und Vasen und zeigt, in welchem Maße sie das politische, das private wie das religiöse Leben der griechischen Gesellschaft prägten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.02.2008
Klaus Junker hat sich recht angetan Büchern der Reihe "Wissen" gewidmet, die verschiedene Kunstepochen für ein interessiertes Laienpublikum darstellen. Tonio Hölscher betrachte die griechische Kunst der Antike mit dem "erweiterten Bildbegriff", der in der Forschung mittlerweile gefestigt ist, und sucht deshalb in den Kunstprodukten vor allem nach dem Zweck der erzeugten Bilder, erklärt der Rezensent. Das sei durchaus "gewöhnungsbedürftig", da es doch verbreiteter sei, die griechische Kunst unter ästhetischen Gesichtspunkten zu betrachten, so Junker weiter, der den Reiz dieser Betrachtungsart nachvollziehen kann. Trotzdem, wendet der alles in allem dennoch recht eingenommene Rezensent ein, kommt bei dieser auf den Zweck von Kunstwerken konzentrierten Sichtweise manches etwas zu kurz, wie zum Beispiel die künstlerischen Anstrengungen der Vasenmaler oder das Phänomen der griechischen Großplastik.
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