Aus dem Englischen von Ingo Herzke. Seit der Sache mit Finn hat sich alles verändert. Deswegen hat Danny beschlossen abzuhauen. Er hat riesige Riesenangst. Und ein bisschen spannend ist es auch. Seine Familie wird schon traurig sein. Aber jetzt können sie sich ein kleineres Auto kaufen, zum Beispiel. Das ist auch besser für die Umwelt. Und sie kommen auch nicht dahinter, dass er den ausgestopften Otter platt gemacht und dabei auch noch ein Fenster eingeschmissen hat. Außerdem werden sie nicht mehr an seinen Zwilling Finn erinnert. Auf seiner Reise trifft Danny viele Menschen mit denen er redet und mit denen er schweigt. Und irgendwann kann er dann auch wieder nach Hause, zu seinen Eltern und seiner kleinen Schwester. Zu den Ottern. Und weiterleben.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 04.10.2007
Hilde Elisabeth Menzel zollt diesem Jugendromandebüt von Tom Kelly ihren Beifall und findet, dass sich die Geschichte gerade durch die Ambivalenz von äußerst witziger Darstellung und tragischem Hintergrund wohltuend vom Gros der Kinderbücher heraushebt. Es geht um den 10-jährigen Danny, dessen Zwillingsbruder Finn, wie sich im Lauf seiner lakonischen und originellen Erzählung herausstellt, gestorben ist, und der nun genau wie seine Familie zusehen muss, wie er damit fertig wird, erklärt die Rezensentin. Wahrscheinlich finden die jungen Leser die Grundproblematik des Buches nicht ganz so fesselnd und man muss dem englischen Autor auch mitunter die "altklugen psychologischen Reflexionen" seines 10-jährigen Protagonisten vorwerfen, gibt Menzel zu. Entschädigt wird man aber durch die große Komik der Beobachtungen des Jungen mit ihren überaus witzigen Metaphern, versichert die Rezensentin, die meint, dass das verblüffende Ende für wirklich aufmerksame Leser vielleicht nicht ganz so überraschend sein wird.
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