Tito Tettamanti

Die sieben Sünden des Kapitals

Cover: Die sieben Sünden des Kapitals
Bilanz Verlag, Zürich 2003
ISBN 9783909167944
Paperback, 263 Seiten, 17,00 EUR

Klappentext

Aus dem Inhalt: Kapitalismus und Globalisierung. Beziehung zur Umwelt. Öffentliche Güter und Ineffizienz des Marktes. Monopole, Konsumenten und unternehmerische Freiheit. Kapitalismus und Demokratie. Einkommensschere und Armut in den reichen Ländern. Armut in den Entwicklungsländern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2003

Gerd Habermann lobt dieses Buch als eines, "aus dem viel zum Thema Kapitalismus und Globalisierung zu lernen ist" sowie als "inhaltsreich, gut lesbar und von italienischer Beredsamkeit". Außerdem findet der Rezensent es wichtig, dass der Schweizer Unternehmer Tito Tettamanti hier "nicht nur den Kampf gegen die Machwerke diffuser Globalisierungskritiker" aufnehme, sondern auch den Ehrgeiz habe, seinen "komplexen Stoff didaktisch aufzubereiten" und "damit zugänglicher zu machen", denn die "Leistungen des Kapitalismus" seien zwar "überwältigend", die Bereitschaft jedoch, sie anzuerkennen "nicht nur bei Intellektuellen in Europa unterentwickelt". Diesem didaktischen Zweck folgt, wie man erfährt, die Gliederung des Buches in sieben Kapiteln, "nach den (angeblichen) Sünden des Kapitalismus". Jedes Kapitel berichtet Habermann weiter, enthält einen "kritischen Teil", der sich sachlich mit dem jeweils behandelten Vorwurf auseinandersetzt sowie eine Zusammenstellung von Quellentexten und eine umkommentierte Literaturliste zum jeweiligen Thema. Unter den einzelnen Themen hebt der Rezensent besonders das der "öffentlichen Güter" hervor, bei dem der Autor, wie an vielen Stellen, "mit zum Teil überraschenden Argumenten und ungewöhnlichen Perspektiven" aufwarte - hier etwa mit dem Beispiel der amerikanischen Bisons, die in öffentlicher Hand offenbar viel gefährdeter gewesen seien als die Kühe in privater Hand.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.08.2003

Mit seinem Buch "Die sieben Sünden des Kapitals" will der Schweizer Financier Tito Tettamanti nach Auskunft des mit "cei" zeichnenden Rezensenten seinen Manager-Kollegen argumentative Schützenhilfe leisten - für den Fall, dass sie mal wieder ins Kreuzfeuer professioneller Globalisierungskritiker geraten. Wie der Rezensent berichtet, nimmt Tettamanti dazu in sieben Kapiteln aus liberaler Perspektive Stellung zu drängenden Fragen. Er thematisierte den Einfluss des Kapitalismus auf die Umwelt, die Globalisierung, die Demokratie, die Ungleichheit, die Entwicklungsländer und diskutiere die Ursachen für Monopole sowie vermeintliches Marktversagen. Seine Ausführungen lobt der Rezensent für ihren "Esprit", nennt sie "pointiert". Hervorragend findet er auch die vom Autor kommentierte Zusammenstellung von globalisierungskritischen und liberalen Positionsbezügen, die der Autor jedem Kapitel anfüge. Als Entdeckung würdigt der Rezensent dabei den Italienischen Autor Guglielmo Piombini, der in einem "brillanten Essay" "überzeugend" zeige, dass Umweltverschmutzung nicht durch den Kapitalismus verschuldet worden sei, sondern vielmehr in dessen Abwesenheit begründet liege.