Roberto Böger hat Angst vor Wasser. Dennoch ist es sein Element. Als rastloser Zeuge bereist er die Welt, um Wasserverbrechen zu dokumentieren. Dann wird ausgerechnet in seiner Heimatstadt Lüren das Wasser knapp. Roberto kehrt an den Urquell seiner Angst zurück. Er trifft auf Gleichgesinnte und sein jüngeres Ich. Kann er sich freischwimmen?
Tim Staffel hat sich in seinem neuen Roman ein Szenario ausgedacht, das futuristisch, aber nicht unwahrscheinlich ist, verrät Rezensent Michael Schmitt: In dem fiktiven Städtchen Lüren wird die Wasserversorgung einem Konzern übergeben, zunächst stellen sich nur zwei Aktivisten dagegen. Humphrey ist 15, Roberto zwanzig Jahre älter, beide ahnen, dass dieses Geschäftsmanöver nicht gut ausgehen kann: Am Ende wartet denn auch die Katastrophe auf Lüren, erfahren wir. Das liest sich bisweilen aktivistisch, räumt Schmitt ein, aber schwarz-weiß ist es für ihn nicht, denn die Zuordnungen zwischen gut und böse sind gar nicht so leicht. Für den Kritiker spannend und abwechslungsreich.
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