Aus dem Niederländischen von Susanne George. Juni 1977, mitten in den Cevennen: Hier findet ein ambitioniertes Radrennen der Amateure statt, und Tim Krabbe damals dreiunddreißig Jahre jung, ist selbst mit von der Partie... Vom Start weg sind wir mit dabei, ganz nah bei diesem um den Sieg kämpfenden Tim Krabbe, durch Hitze, Regen, Schweiß treibende Aufstiege, eiskatle Abfahrten - bis zum Finish, das mit kaum überbietbarer Spannung endlich preisgibt, wer der Sieger ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.03.2006
Rezensent Hannes Hintermeier ist ausgesprochen zufrieden, dass dieser "Klassiker des Genres Sportroman" fast dreißig Jahre nach dem Erscheinen seines Originals in den Niederlanden nun doch noch seinen Weg zum deutschen Leser gefunden hat. Tim Krabbe beschreibe in diesem "unverstellt autobiografischen" Buch sein knappes Scheitern als Radrennfahrer bei der Mont-Aigoual-Tour im Juni 1977. Gleichzeitig empfindet der Rezensent das Buch als angenehm kurzgehaltenes Bewusstseinsprotokoll. Hintermeier zufolge ist der Text nach Radkilometern gegliedert. Eingestreut in die Versuchsanordnung des "Psychocyclisten" Krabbe fand er Rennsport-Anekdoten sowie Erinnerungen an eigene Erlebnisse. Je näher die Rennfahrer ihrem Ziel kämen, desto atemloser werde die Prosa, desto spannender werde das Duell an der Spitze, bei dem Krabbe schließlich nur Zweiter werde. Doch das, gibt Hintermeier begeistert zu Protokoll, tut dem Triumph des Romans keinen Abbruch.
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