Mit Schinkels Ekel vor dem Uniformwesen des barocken Berlin fangen sie an, die großen Berliner Projekte, und führen über das steinerne Meer der Mietskasernen und die gläsernen Bauvisionen der Weimarer Zeit bis in die Prospekte der Daimlercity. Tilmann Buddensieg hat sein "Berliner Labyrinth" vollständig umgearbeitet, erweitert und mit neuen Perspektiven versehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
Claudia Schwartz hebt in ihrer Rezension besonders Buddensiegs Bereitschaft hervor, einmal gefällte Urteile über Gebäude immer wieder neu zu hinterfragen. Der Autor versuche stets, "das Alte" neu in Bezug zu setzen zur sich schnell wandelnden Gegenwart. Aus diesem Grund habe dieses Buch auch mit der Erstauflage von 1993 wenig gemein: Die veränderten Rahmenbedingungen hätten Überarbeitungen der Texte und umfangreiche Ergänzungen erforderlich gemacht. Spannend zu lesen findet die Rezensentin darüber hinaus Passagen, die die Beeinflussung städtebaulicher Diskussionen durch den aktuellen politischen Kontext beschreiben, wie beispielsweise Norman Fosters Umbau von Paul Wallots Reichstag.
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