Es ist mehr als ein Jugendtraum, der sich für den Schriftsteller Thor Kunkel erfüllt, als er der Großstadt den Rücken kehrt und auf eine autofreie Alp auf zweitausend Meter Höhe zieht. Er beginnt ein Leben fernab jeglicher Normalität in einer Umgebung, deren Ruhe und Schönheit von der Hektik der Zivilisation noch weitgehend unberührt sind. Hier sucht er sinnvolle und nachhaltige Lebensbedingungen. Doch mit dem Wüten der Natur, mit unbändigen Schneefällen - und mit der Einsamkeit - hat er so nicht gerechnet... Ein autobiografisches Buch über ein gelungenes Abenteuer, und Stoff für alle, die schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, ein neues Leben zu beginnen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.04.2014
Nicht ganz ohne Spott vollzieht Burkhard Müller Thor Kunkels Wendung ins Hochalpine nach. In der Schweiz hat er sich ein Haus gebaut, nicht ohne Klempner und Monteure und auch nicht ohne jene Kulturkritik, die bei derart dünner Luft offenbar dann automatisch kommt. Kunkel schimpft von dort aus auf den städtischen Kulturbetrieb, der "die redliche Arbeit alpiner Landschaftsmaler" verhöhne und liefert alles weitere an Naturverklärung und Modernekritik zu Erwartende. Aber manchmal, wenn Kunkel dabei ordentlich schlechte Laune kriegt, ist das durchaus auch spaßig zu lesen, so Müller.
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