Pop ist weit mehr als ein Kürzel für "populär". Der Pop-Begriff führt gleich in mehrere Bereiche hinein, die für die Kultur der westlichen Welt von großer Bedeutung sind. Pop steht für die bunte, reizvolle Ästhetik des alltäglichen und medialen Konsums, Pop steht für wichtige Tendenzen im Unterhaltungssektor und in der modernen Kunst. Zudem wird unter dem Zeichen von Pop oft sogar für eine hedonistische Form der Gegenkultur gestritten. Die publizistischen und intellektuellen Debatten rund um die Popkultur, um Popmusik, Pop-art, Pop-Theorie und um Camp, Underground, New Journalism, Postmoderne und Lifestyle zeichnet "Pop. Geschichte eines Konzepts" erstmals international umfassend nach.
So geduldig wie dieser Bochumer Professor habe bislang keiner die Subversionsszenarien der Cultural Studies auf ihre Schlüssigkeit hin befragt, lobt Thomas Groß diesen "ebenso verzichtreichen wie anspruchsvollen Versuch", die Geschichte des Pop aus Selbstzeugnissen heraus zu entwerfen, der für ihn allerdings auch Züge "des Theorie-Samplings" trägt. Insgesamt ist das Buch, das seinen Informationen zufolge bereits bei Schiller ansetzt, um dann besonders in der zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts "Pop" als Kampfbegriff herauszuarbeiten, ein verdienstvolles, aber nicht immer wirklich originelles Grundlagenwerk. Erst Thomas Heckens Untersuchung der schillernden Achtziger Jahre, findet Groß dann sehr spannend, weil Heckens Überlegungen hier in eine "als Poptheorie getarnte" Form des "Stand-up-Philosophierens" übergehen. Da das Buch aber eine "eigene Einschätzung" aus Sicht des Kritikers schuldig bleibt, eine "konstruktive Idee des Pop" sozusagen, wird Groß von diesem Buch trotzdem nicht ganz satt.
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