Die Bilanz von drei Jahrzehnten Finanzmarktkapitalismus fällt katastrophal aus. Von der großen Geldparty haben nur wenige profitiert, während die Mehrheit der Steuerzahler die Zeche bezahlen muss. Thomas Fricke fordert ein Ende dieser dubiosen Finanzgeschäfte und einen Ausstieg aus dem Bankensystem, wie wir es heute kennen. Dem Atomausstieg sollte nun auch der Bankenausstieg folgen. Denn die Luftnummern des Finanzmarktkapitalismus haben gezeigt, wie Unternehmen und ganze Staaten in den Ruin getrieben werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.10.2013
Der Wirtschaftsjournalist Thomas Fricke hat ein anspruchsvolles, aber auch gut lesbares Buch über die eigentlich notwendigen Konsequenzen geschrieben, die aus der Finanzkrise folgen müssten, stellt Rezensent Rudolf Hickel fest. Bisher habe es die Finanzlobby geschafft, die politischen Folgen der Krise auf gesetzliche Einzelmaßnahmen wie beispielsweise die Einschränkung des "volkswirtschaftlich sinnlosen Hochfrequenzhandels" zu beschränken, weiß Hickel, der Fricke darin zustimmt, dass es an "radikalen Vorgaben und Anreizen" für Banken mangelt, die im idealen Fall der gesamten Wirtschaft und dem Gemeinwohl dienen sollten. In seinem Buch "Wie viel Bank braucht der Mensch?" schlägt Fricke einen "Aktionsplan für den Bankenausstieg" vor, der vermittels verschiedener Reformen dieses Ziel verfolgt, erklärt der Rezensent. Diese Vorschläge sind zwar nicht unbedingt neu, aber von Fricke hervorragend begründet, bekundet Hickel, der sich allerdings auch Überlegungen zu alternativen Eigentümerstrukturen für Banken und zu einer Stärkung der Mitbestimmung gewünscht hätte. Dieses Buch ist keiner der "populistischen Schnellschüsse" der vergangenen Jahre, verspricht der Rezensent.
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