In Kooperation mit dem Verlag Mohr Siebeck. Thomas A. Szlezak bietet eine Einführung in die Grundlagen der griechischen Kultur und ihre Bedeutung für das gegenwärtige Europa. Grundlegend für unser Selbstverständnis ist der spezifisch europäische Begriff von Freiheit in seinen zwei hauptsächlichen Aspekten als politische und als persönliche Freiheit. Beide Aspekte weisen zurück auf die Griechen, die die politische Freiheit als direkte Demokratie, die persönliche als vielseitige Entfaltung des Individuums zu verwirklichen suchten. Nicht weniger deutlich sind die griechischen Wurzeln unserer Begriffe von Literatur, Wissenschaft und Philosophie sowie von kritischer Geschichtsschreibung und politischer Analyse.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2010
Jürgen Paul Schwindt gibt Entwarnung: Unreflektierte Griechenliebe ist des Autors Sache nicht. Den geistigen Standort Europas zu umreißen, wie es der Gräzist Thomas A. Szlezak in seinen Tübinger Abschlussvorlesungen unternimmt, findet er angesichts schwindender Argumente für beziehungsweise gegen Europa allerdings eine gute Idee. Und dann erscheint ihm der Band auch als Exemplar einer aussterbenden Spezies. Der Versuch, noch einmal den ganz großen Bogen zu spannen, von Platon und Aristoteles zu uns, käme ihm fast rührend vor, wäre Szlezak nicht derart gut vorbereitet auf die zu erwartenden Einwände. Als Lehrer tritt der Autor auf, aber auch als scharfer Verteidiger hellenischer Basiswerte, wie Heimat, Ehe, Familie. Damit streitet er gegen den heutigen halbgebildeten Opportunisten. Wer das alles schon weiß, meint Schwindt, der kann doch immerhin Szlezaks Pointen genießen, die von ihm offengelegten "Oberflächenreferenzen" zwischen unserem Demokratiebegriff und dem der athenischen Polis zum Beispiel.
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