Aus dem Englischen von Thaddäus Zobel. "Wir haben zwei Möglichkeiten, unseren Lebensabend über die Bühne zu bringen. Wir können uns zu Tode langweilen - oder wir suchen noch ein wenig das Abenteuer", sagen sich die Darlingtons aus Stone als frisch gebackene Rentner und lassen sich überreden, mit ihrem alles andere als hochseetauglichen Hausboot über den Ärmelkanal zu schippern - und dann quer durch Frankreich nach Carcassonne. Gemeinsam mit ihrem Whippet Jim. Sie holen sich Rat bei allerlei Fachleuten, die ihnen sagen, dass sie sterben werden. Gemeinsam mit ihrem Whippet Jim. Terry Darlington nimmt Sie mit an Bord der Phyllis May. Sie tauchen mit unseren drei arglosen Helden durch meterhohe Brecher in der Nordsee, werden von der furchtbaren Rhone malträtiert und kämpfen in der Camargue inmitten eines Flamingoschwarms ums nackte Überleben. Sie zittern vor Vandalen und wandelnden Toten, Kanalkiebitzen und Killerfischen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2007
Bestens amüsiert hat sich Rezensent Hilmar Klute bei der Lektüre dieses Reiseberichts von Terry Darlington. Zwar lässt ihn die Ausgangssituation - ein älteres Ehepaar möchte nach der Pensionierung zusammen mit seinem Hund im Hausboot über den Ärmelkanal nach Frankreich schippern - das Schlimmste befürchten. Aber dann ist er doch angenehm überrascht, denn seine Negativerwartungen erfüllen sich in keiner Weise - zum einen wegen der doch recht unkonventionellen Umstände der Reise, zum anderen wegen des "erfrischend misanthropischen" Tons des Erzählers und der meist "wunderbar miesen Stimmung". Auch die ungeschönten Beschreibungen der hässlichen Landschaften, die die Darlingtons bei ihrer Reise durchqueren, und der zahlreichen witzigen Begegnungen mit teils liebenswerten, teils ziemlich idiotischen Reisebekanntschaften findet Klute höchst vergnüglich.
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