Tamara Bach

Jetzt ist hier

Roman (Ab 12 Jahre)
Cover: Jetzt ist hier
Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg 2007
ISBN 9783789131691
Gebunden, 350 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Zanker, Bowie, Mono und Fienchen sind Freunde. Sie ziehen abends gemeinsam um die Häuser, verkürzen sich die Pausen in der Schule und feiern natürlich auch gemeinsam Silvester. Fienchen ist in Zanker verliebt, doch der nimmt sie trotz einer durchknutschten Nacht kaum wahr als Mädchen. Mono und Bowie wissen von Fienchens Liebe, aber haben sie eine Ahnung davon, wie sehr es ihr weh tut, wenn Zanker wieder mit einer Neuen im Arm ankommt? Denn wirklich kennen tun die vier sich nicht. Und so wissen sie oft auch nichts von ihren geheimen Wünschen und davon, dass sie alle irgendwie auf der Suche sind. Nach dem Anderen, dem Besonderen, der Liebe und dem Glück. Was wird das neue Jahr ihnen bringen? Eine Geschichte von Anfang und Aufbruch, vom Suchen und Finden, von der Liebe und dem Glück, die an neun Tagen zu Beginn des neuen Jahres spielt. Von der vielfach ausgezeichneten Autorin Tamara Bach innovativ, authentisch und beeindruckend erzählt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.01.2008

Bestnoten vergibt Rezensent Konrad Heidkamp an dieses Kinderbuch, das die Zeit und Radio Bremen mit dem Luchs des Jahres ausgezeichnet haben. Erzählt werden, und zwar mit einer den Rezensenten beeindruckenden Leichtigkeit und einem Gespür für Rhythmus und Komposition, neun Tage im Leben einiger Jugendlicher zwischen Sylvester und Schulbeginn. Hier kann die 1976 geborene Autorin mit ihrer Parallelmontage von Figuren und ihren Erlebnisse, Gefühlen und Gedanken punkten, der Art, wie sie zwischen Ängsten, Familiegeschichten und Hoffnungen hin und her springt, ohne je den Faden zu verlieren. Auch registriert der Rezensent beglückt, dass Tamara Bach weder in die "Sprachfalle des Jugendslang" fällt, noch den moralischen Zeigefinger erhebe. Auch für die Protoagonisten findet Heidkamp nur warme Worte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.2007

Vor Bewunderung praktisch auf die Knie geht Sebastian Günther vor Tamara Bach und ihrer Geschichte von vier Teenagern: der Roman sei "ein ganz großer Wurf". Am besten gefällt dem Rezensenten, dass Bach ihre Figuren literarisch ernst nimmt und sie nicht als eindimensionale Repräsentanten bestimmter Befindlichkeiten konzipiert, die für den pädagogischen Endzweck verheizt werden. Die Figuren profitieren des Weiteren vom gelungenen Erzählstil, der laut Günther gleich "doppelt atemberaubend" ist. Einerseits, weil Bach die Teenagerwelt parataktisch und in rap-ähnlichem Duktus darstellt, andererseits, weil die Szenen als Momentaufnahmen kunstvoll ineinander verschoben sind. Und da die Autorin nicht zuletzt auch noch etwas vom Weglassen versteht, kann Günter nicht anders, als von der ersten bis zur letzten Zeile Lob zu verteilen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.10.2007

Ralf Schweikart stellt fest, dass Tamara Bach mit ihrem jüngsten Jugendroman von ihrem bewährten Kurzformat von etwas über 150 Seiten abgewichen ist, und auch wenn ihn das Buch dramaturgisch nicht in allen Einzelheiten überzeugt, so ist er insgesamt dennoch sehr eingenommen. Die Autorin erzählt von vier Jugendlichen, die alle mit ihren ganz unterschiedlichen Lebensproblemen zu kämpfen haben und deren Wege sich im neun Tage währenden Romangeschehen kurz nach Silvester immer wieder kreuzen und verknüpfen, fasst der Rezensent zusammen. Wie schon in ihren früheren Jugendromanen gelinge es der Autorin, sprachlich äußerst treffend die Innenwelt ihrer Protagonisten zu erfassen und sie in grandiosen Dialogen zu charakterisieren, lobt Schweikart. Für ihn hat Bach mit "Jetzt und hier" bewiesen, dass sie auch mit längeren Werken beeindrucken kann.