Aus dem Englischen von Sylke Hachmeister und Peter Klöss. Als der Tag der Ernte anlässlich der Fünfzigsten Hungerspiele anbricht, erfasst Angst die Distrikte von Panem. In diesem Jahr werden zu Ehren des Jubel-Jubiläums doppelt so viele Tribute aus ihrem Zuhause gerissen. In Distrikt 12 versucht Haymitch Abernathy, nicht allzu sehr über seine Chancen nachzudenken. Alles, was ihn interessiert, ist, den Tag zu überstehen und bei dem Mädchen zu sein, das er liebt. Als Haymitchs Name aufgerufen wird, spürt er, wie all seine Träume zerbrechen. Er wird von seiner Familie und seiner großen Liebe getrennt und zusammen mit den drei anderen Tributen aus Distrikt 12 zum Kapitol gebracht: einer Freundin, die fast wie eine Schwester für ihn ist, einem besessenen Quotenmacher und dem arrogantesten Mädchen der Stadt. Als die Spiele beginnen, wird Haymitch klar, dass er nur verlieren kann. Aber etwas in ihm will kämpfen - und diesen Kampf weit über die tödliche Arena hinaus klingen lassen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.03.2025
Suzanne Collins legt hier womöglich das beste Buch ihrer über die Maßen erfolgreichen "Die Tribute von Panem"-Reihe vor, frohlockt Rezensentin Ann-Marlen Hoolt. Es handelt sich bereits um das zweite Buch der Autorin, das die Vorgeschichte der Haupttrilogie ausbreitet: Hier wird eine Welt entworfen, in der ein brutales Regime sogenannte Hungerspiele veranstaltet, bei denen junge Menschen gegeneinander antreten. Diesmal steht die Figur Haymitch Abernathy im Zentrum, deren Geschichte Panem-Fans bereits kennen - oder zu kennen meinen, den Collins gelingt es laut Rezensentin, ihr neue Facetten abzuringen, zum Beispiel indem sie den Propagandaapparat des Regimes genauer unter die Lupe nimmt. Auch andere Bereiche des Panem-Universums werden hier neu ausgeleuchtet, versichert Hoolt, während die Handlung insgesamt auf interessante Weise die des ersten Buches der Reihe variiere. Ein bisschen schade findet sie es, dass die Autorin ihren Lesern diesmal nicht gar so viele Interpretationsspielräume eröffnet wie sonst, sondern mehr auserklärt. Dennoch ist Hoolt sehr angetan von diesem abermaligen Ausflug nach Panem, nicht zuletzt, weil dieses neue Collins-Buch ausgesprochen düster ausfällt.
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