Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn. Wir sind optimistischer, als wir denken -- trotz Klimakrise, Krieg und künstlicher Intelligenz. Und zwar aus gutem Grund.Ohne Optimismus hätten wir als Spezies die unvorhersehbare Welt, in der wir uns im Laufe der Evolution weiterentwickelten, nie überlebt. Entgegen der herrschenden Meinung sind Optimist:innen damals wie heute die resilienteren Menschen. Sie leben nicht nur glücklicher, sondern auch länger, unabhängig von Geschlecht und Ethnie. Sumit Paul-Choudhury verbindet Forschungen aus Biologie, Psychologie und Neurowissenschaften zu einer neuen, fesselnden Geschichte über das Wesen des Menschen. Und er präsentiert Ideen, wie uns als optimistischen Individuen und Gesellschaften die Verbesserung der Welt gelingt. Ein erfrischender Perspektivwechsel, der unseren Blick auf uns und unsere Geschichte ebenso verändert wie auf die Zukunft, die vor uns liegt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.03.2025
Rezensent Marko Martin empfiehlt das Buch des britischen Wissenschaftspublizisten Sumit Paul-Choudhury trotz einer gewissen Neigung zur Verallgemeinerung. Wer genau das "Wir" ist, das der Autor motivieren möchte gegen eine ebenso unklar bleibende Phalanx aus Lobbyinteressen, bleibt Martin schleierhaft. Dennoch: Das Buch überzeugt Martin mit einer Mischung aus persönlicher Lebensgeschichte, wissenschaftlicher Neugier und philosophischem Interesse. Der Autor sucht gleichgesinnte Optimisten wie Helen Keller, ohne das Buch zu einem simplen DIY-Manifest und seine Gedanken zu apolitischem Idealismus werden zu lassen, lobt Martin.
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