Stephanie Dressler

Giuseppe Ungarettis Werk in deutscher Sprache

Unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungen Ingeborg Bachmanns und Paul Celans
Cover: Giuseppe Ungarettis Werk in deutscher Sprache
C. Winter Universitätsverlag, Heidelberg 2000
ISBN 9783825310028
Gebunden, 332 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Giuseppe Ungaretti (1888 - 1970) gilt heute als einer der bedeutendsten Lyriker der literarischen Moderne in Italien. Seit den sechziger Jahren erfährt sein Werk auch im deutschen Sprachraum großen Widerhall durch Übersetzungen, wissenschaftliche Untersuchung und durch künstlerische Aneignung in Literatur, Malerei und Musik. Unter denen, die sich mit Ungaretti auseinandersetzten, sind Hans Magnus Enzensberger, Hilde Domin und Hans Werner Henze. Diese Studie zeichnet die Geschichte der deutschsprachigen Rezeption Ungarettis seit ihren Anfängen nach und geht außerdem analysierend auf die großen Übersetzungen ein. Detailliert beschreibt die Autorin insbesondere, wie die Dichter Ingeborg Bachmann und Paul Celan ihre Ungaretti-Übersetzungen in das eigene Werk eingliedern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2000

Manfred Hardt weiß nur Gutes über diesen Band zu berichten. So sieht er vor allem die Arbeit von Ingeborg Bachmann und Paul Celan, die beide Werke Ungarettis ins Deutsche übersetzt haben, nicht nur gewürdigt, sondern vielmehr zeige Dressler auch, inwiefern beide in ihrer eigenen Dichtung von dem italienischen Lyriker beeinflusst wurden. In einem anderen Hauptteil des Buchs geht Dressler, wie der Leser erfährt, auf die deutschsprachige Rezeption von Ungarettis Werken ein, wobei sie nicht nur die verschiedenen Ausgaben seiner Werke berücksichtigt, sondern auch seine Einflüsse auf Kunst und Musik sowie die Spuren, die er in Werken deutscher Schriftsteller wie Hans Magnus Enzensberger, Horst Bienek oder Durs Grünbein hinterlassen hat. Nicht zuletzt gefällt es dem Rezensenten, dass Dressler auch auf die zweisprachige Ausgabe von Ungarettis Werken von Angelika Baader und Michael von Killisch-Horn zu sprechen kommt, die noch nicht vollständig erschienen ist, und von der sich Hardt einen "zuverlässigen Zugang" zu Ungarettis Werken erhofft.

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