Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2002
Klaus Benesch zeigt sich ziemlich beeindruckt von dem von Susanne Rohr und Sabine Sielke herausgegebenen Band "Faces of Fiction", der Zeitschriften- und Buchbeiträge des Berliner Amerikanisten Heinz Ickstadt versammelt. Ickstadts Essays umfassen das gesamte Spektrum amerikanischer Literatur- und Kulturgeschichte von der Unabhängigkeit bis zur Postmoderne, berichtet Benesch. Sie dokumentieren nach seiner Ansicht zudem die Entwicklung des Autors, dessen Interessen sich analog den Paradigmenwechseln in den Geisteswissenschaften - von der formalistisch literaturwissenschaftlichen Analyse der "neukritischen" Schule über Dekonstruktion und Poststrukturalismus zu einer zunehmend an sozialen und kulturellen Kontexten orientierten, kulturwissenschaftlichen Lesart literarischer Texte - veränderten und ausweiteten. Sämtliche Essays des Bandes gruppieren sich laut Benesch um ein zentrales Anliegen: "Die Geburt der amerikanischen Moderne aus dem Geist des Progressivismus und die ästhetische Reflexion der sie begleitenden gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen." Die Kontinuität des moralischen, antielitären, demokratischen Verständnisses von Kultur als "konstitutives Element ästhetischer Produktion in Amerika" herausgearbeitet zu haben, betrachtet Benesch als großes Verdienst der vorliegenden Essays. Darüber hinaus seien Ickstadts elegant formulierte, kenntnisreiche Beiträge bestens geeignet, "die Paradoxien und Konstanten im europäisch-amerikanischen Verhältnis zu verstehen."
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