Klappentext
Aus dem Englischen von Anja Kauß. Limitierte Ausgabe mit Farbschnitt. In diesem Buch eröffnet Stephanie Burt - Anglistik-Professorin und bekennender Swiftie - einen völlig neuen Blick auf Taylor Swifts Lyrics und Leben. Von ihren Anfängen im Country bis zur epochalen Eras Tour, von den MTV Video Music Awards 2009 bis zu Travis Kelce: Die Autorin beleuchtet dieses Künstlerinnenleben durch die Brille der Anglistin und zeigt, wie vielschichtig und anspielungsreich Taylors Songtexte auch in literaturgeschichtlicher Hinsicht sind. Sie macht oft überraschende Anklänge und Bezüge zu den dichterischen Werken zahlreicher anderer Poeten aus: von Horaz über Alexander Pope bis Willa Cather. Kunst und Leben sind bei Taylor oft eng miteinander verflochten. Das Buch leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zum besseren Verständnis des globalen Phänomens Taylor Swift: In ihren schier grenzenlosen Ambitionen und ihrem immensen Erfolg ist sie unerreichbares Vorbild, gleichzeitig wird sie von ihren Fans auch als höchst relatable wahrgenommen. Ihr künstlerisches Genie liegt nicht zuletzt in der Erzeugung von Intimität und Identifikationsräumen begründet.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.03.2026
Gut gemeint, aber letztlich überfrachtet und wenig überzeugend, urteilt Rezensentin Alana Tongers über Stephanie Burts "Taylor's Version". Burt analysiert als Swift-Fan und Harvard-Professorin jedes Album Swifts detailliert und vergleicht Swifts Karriere mit großer Literatur - Yeats, Schiller, Frost, und Pope - oder anderen Popikonen, um ihr Genie zu begründen, so Tongers. Diese ständigen Bezüge auf "große tote Männer" wirken auf die Rezensentin oft bemüht und hinterlassen einen schalen Beigeschmack. Auch die ausführliche Beschreibung der Liebesbeziehungen Swifts gehen für sie in diese Richtung: Ist eine Frau nur groß, wenn man sie mit Männernamen schmücken kann? Tongers fehlen der "Fokus und die eigene Stimme" Burts. sprachlich findet sie das Buch teilweise peinlich, was sie auch der Übersetzung von Anja Kauß anlastet. Für Swiftfans steht hier nichts neues drin, alle anderen erfahren mehr als sie wissen wollen, resümiert die Rezensentin.
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