Unter "Web 2.0" versteht man den Trend, Internetseiten so zu gestalten, das ihre Erscheinungsweise entscheidend durch ihre Nutzer (mit-)bestimmt wird. Das Spektrum umfasst Video-, Foto- und Musikportale; Tauschbörsen (legale und illegale) für Waren und Informationen verschiedenster Art; große und kleine Online-Communities für die unterschiedlichsten Gruppen und Interessen; die Textnetze der Blogosphäre und die Szene der wiki-basierten Wissenssammlungen und manches andere mehr. Mit Nutzerzahlen von weltweit mehreren hundert Millionen täglich hat das Web 2.0 das Internet endgültig zum Medium der Massen werden lassen. Und es beginnt, die Welt außerhalb des Netzes nachhaltig zu beeinflussen, ja zu verändern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Beinahe wäre der Medienwissenschaftler Stefan Münker mit seinem Buch über die sozialen Medien beim Rezensenten Thomas Thiel auf Sympathien gestoßen. Eine durchaus "wohltuende Ausgewogenheit" bescheinigt Thiel dem Autor, wenn es darum geht, mit utopischen Emanzipationsvorstellungen aufzuräumen und im Netz nicht mehr als eine Plattform zur "Erzeugung von Medien" zu sehen. Aber dann, ach, verfällt der Autor doch dem "Geschmack an der Masse", und das gefällt dem Rezensenten gar nicht, der noch einmal darauf hingewiesen willen will, dass sich all die schönen Möglichkeiten des Netz auch aus ganz üblen Motiven (Rassismus, Pornografie) nutzen lassen. Und dass die große Zahl noch lange keine Qualität ergibt.
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