Und wenn nicht du falsch in der Welt bist - sondern der ganze Rest? Jonah lebt in der Siedlung. Hier kümmert sich die CoffeeCompany um das Glück der Bewohner und regelt den Alltag bis ins kleinste Detail. Alle sind zufrieden, nur Jonah fühlt sich fremd. Als die rebellische Lia neu in seine Klasse kommt, verliebt er sich Hals über Kopf in sie. Die beiden beginnen, Fragen zu stellen: Was will die CoffeeCompany wirklich? Gemeinsam stoßen sie auf ein manipulatives System aus Gefühlskontrolle und Überwachung. Doch noch bevor sie etwas unternehmen können, verschwindet Lia - und Jonah muss alles riskieren, um sie wiederzufinden. Ein fesselnder Roman, in dem die Grenzen der Wirklichkeit zunehmend verschwimmen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2023
"Irrsinnig und mit Weltuntergangsattitüde versehen" ist dieser dystopische Roman von Stefan Beuse, und das ist von Rezensentin Christina Vettorazzi als Kompliment gemeint. Es geht in diesem Gedankenexperiment um Jonah, der mit seinen Eltern in einer Siedlung im Wald, abgeschnitten von der Außenwelt, lebt. Alles hier wird von der sogenannten "Coffee Company" kontrolliert, mit Hilfe von digitaler Überwachung und Medikamenten auch die Gefühle der Bewohner, so die Kritikerin. Nur Jonah und Lia, die neue Schülerin in der Klasse, ahnen, dass etwas nicht stimmt, und machen sich auf die Suche nach der Wahrheit, lesen wir. Die Kritikerin schätzt das komplexe Spiel mit Wahrheit und Fiktion, dass es für die Leser beinahe unmöglich macht, zu entscheiden, was hier real ist und was nicht. Dass die Dialoge zuweilen ein bisschen kitschig sind, kann die Kritikerin verzeihen, auch weil sie sich über viele literarische Referenzen und eine Spur Selbstironie im Text freut.
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