Sören Kierkegaard

Die Lilie auf dem Feld und der Vogel unter dem Himmel

Drei Reden, Gott betreffend
Cover: Die Lilie auf dem Feld und der Vogel unter dem Himmel
Matthes und Seitz, Berlin 2024
ISBN 9783751865029
Gebunden, 105 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Dänischen von Peter Urban-Halle. Mit einem Nachwort von Frank Witzel. In der Lilie auf dem Feld und dem Vogel unter dem Himmel entdeckt Søren Kierkegaard die Lehrmeister im Schweigen, im Gehorsam und der Freude - den drei überzeitlichen Lebenshaltungen auf dem Weg zur Erkenntnis dessen, "was es heißt, Mensch zu sein". Mit der Beharrungskraft des Gläubigen richtet sich Kierkegaards Lektüre gegen säkulare Beliebigkeit und mahnt dazu, "zuerst nach dem Gottesreich zu trachten".Seine Drei Reden, Gott betreffend veröffentlichte Kierkegaard, einer der bedeutendsten Philosophen des 19. Jahrhunderts, 1849, einem seiner produktivsten Jahre. Als mitreißender Prediger unterzieht er einen Abschnitt der Bergpredigt ("Niemand kann zwei Herren dienen") einer bezwingenden philosophischen Auslegung. Inmitten der "frohen Botschaft" des an der Oberfläche versöhnlichen Evangeliums tut sich bei Kierkegaard ein Abgrund auf, der dem Menschen Eindeutigkeit abverlangt: "Entweder Gott lieben - oder ihn hassen." Ein Vademecum der spirituellen Disziplin, wird Kierkegaards dreifache Rede "Die Lilie auf dem Feld und der Vogel unter dem Himmel" in der Neuübersetzung von Peter Urban-Halle zur Demonstration rhetorischer Kunst und Aufforderung zu radikaler Weltverneinung. Ihre Leser will sie zur Entschiedenheit anstiften, nicht aber ohne Trost zu spenden: "Lerne also von der Lilie und dem Vogel. Wirf all deine Sorge auf Gott!"

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 07.11.2024

Gott kann man nur lieben oder hassen, schlussfolgert Sören Kierkegaard nach der Lektüre eines Abschnitts der Bergpredigt. Am besten werde man "ganz Vogel oder Lilie", um die Schöpfung zu preisen, liest Rezensent Thomas Palzer in diesem schmalen Büchlein aus der Reihe "Theologische Brocken", und fühlt sich an Bataille erinnert: Was diesem die Ekstase, war Kierkegaard die bewusste Wahrnehmung der Vergänglichkeit. Insgesamt öffnet Palzer auch dieser Band der Reihe einen Blick für die "Unzulänglichkeiten" und Begrenztheiten einer Gegenwart, die sich selbst sehr wichtig nimmt.

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