Wolfgang Kohlhaases nachgelassene, nun in der aktuellen Sinn und Form-Ausgabe erscheinende Erzählung "Onkel, hast du Feuer?" war eigentlich ein Exposé für einen Film, verrät Dirk Knipphals. Es geht um den Fernsehreporter Hoffmann, der für ein DDR-Nachrichtenmagazin arbeitet, das die eigenen Sendungen ständig nachbearbeitet und sich eine eigene Wahrheit schafft. Den Kritiker überzeugt auch das kurz vor dem Tod des Autors geführte Interview, das sein Prinzip der "Voraussetzungslosigkeit" des Erzählens auf den Punkt bringt. Eine lustige und subversive Erzählung, urteilt Knipphals.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Bärfuss: Königin der Nacht Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…