Klappentext
Aus dem Englischen von Anette Grube. "Du hast eine Freundin gefunden." Diese Worte markieren die erste Begegnung von Leonard und Virginia Woolf mit dem Pinseläffchen Mitz im Sommer 1934. Unter Leonards liebevoller Fürsorge erholt sich das kränkelnde Äffchen, wird bald zum untrennbaren Teil der Familie Woolf und sorgt in der legendären Bloomsbury Group für Heiterkeit. Briefe und Tagebuchaufzeichnungen inspirierten Sigrid Nunez zu diesem Porträt des Künstlerehepaars.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.12.2025
Rezensentin Katharina Granzin zeigt sich entzückt von Sigrid Nunez' "charmantem kleinen Roman", der das Leben von Virginia und Leonard Woolf aus einer unerwarteten Perspektive beleuchtet. Im Mittelpunkt steht Mitz, ein winziges Pinseläffchen, das Leonard nicht von der Seite weicht, eifersüchtig über ihn wacht und sogar "unter Leonards Dinnerjackett" glücklich ist, lesen wir. Granzin betont den liebevollen, verspielten Ton, mit dem Nunez auf Tagebücher und Briefe zurückgreift. Historischer Hintergrund ist das Umfeld der berühmten "Bloomsbury Group", da fallen wichtige Namen wie John Maynard Keynes und Dora Carrington, verrät die Kritikerin. Im Mittelpunkt steht das Äffchen: Dass Mitz das Paar angeblich sogar vor Hitler gerettet habe, weil die SA den Juden Leonard wegen des Tiers nicht kontrollieren wollten, unterstreicht für Granzin den Witz dieses Buches, das Virginia Woolfs Werk in ein "zartes, schräges Licht" taucht.
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