Klappentext
16 Porträts von Sigrid Damm versammelt dieser Band. Es sind Reflexionen und Erinnerungen an Künstler und Wegbegleiter, die für Sigrid Damm wichtig waren. Mit einigen war sie persönlich bekannt: Eva und Erwin Strittmatter, Franz Fühmann, Siegfried Unseld; für andere hatte sie eine lebenslange Vorliebe: Ernst Barlach, Käthe Kollwitz, Caspar David Friedrich, Heinrich Heine und natürlich Johann Wolfgang von Goethe und seine Familie. Aber auch "Zufallsbekanntschaften" und überraschende Funde im eigenen Bücherregal oder in Bibliotheken prägen die Auswahl: von Iwan Turgenjew über Else Lasker-Schüler, Rosa Luxemburg und Hermann Hesse bis zu Lew Tolstoj. Vom jeweiligen Tag des Todes blickt Sigrid Damm auf ausgewählte Lebensmomente in diesen kleinen Biografien zurück und erzählt von ihrer ganz persönlichen Begegnung mit den Künstlern und ihren Werken und wie diese ihr Leben bereichert haben.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info)
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 04.07.2026
Rezensentin Elke Schlinsog gefallen die "kleinen Perlen", die die Literaturwissenschaftlerin Sigrid Damm zu den Künstlerinnen und Künstlern vorlegt, die ihr Leben begleitet haben. Interessant ist für sie, dass sie Franz Fühmann, Else Lasker-Schüler oder Christiane von Goethe von ihrem Todestag aus betrachtet und dabei interessante Details zu präsentieren weiß: So hat Ernst Barlach dem Güstrower Dom-Engel das Gesicht von Käthe Kollwitz gegeben. Auch, dass Damm Goethes Frau Christiane zunächst als uninteressant beurteilte, bis sie jahrelange Detailrecherche zwischen Briefen und Rechnung betrieb und eine Dichterin entdeckte, die "eine Sprache für ihre Weiblichkeit" finden konnte, findet Schlinsog spannend.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.05.2026
Rezensent Arno Widmann kann nur staunen, wie gut Sigrid Damm darin ist und war, den Blick auf Übersehenes und Übersehene zu richten. Das vorliegende, laut Widmann möglicherweise letzte Buch der Autorin bietet Porträts von Damms Lebensautoren, wie Lasker-Schüler, Tolstoj oder Turgenjew, aber auch von weniger bekannten Schriftstellerinnen wie Camille Selden. Widmann lernt unentwegt dazu, wenn Damm mit Wortspielen und Perspektivwechseln Lektüreschätze präsentiert. Eine ansteckende Lust und Liebe am Lesen und Schreiben sind für ihn in jeder Zeile des Buches zu spüren. Hoffentlich doch nicht das letzte Buch von Damm, denkt der Rezensent.
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