Woas vir e poar Johrn noch völlich unmöglich geweast wir, sesomehängende un öffentliche Betroachtunge eawwer "de Mittelhesse" o sich", trefft zwar unvermittelt, oawwer doch neat zoufällich of so e gruß un vielfältich Interesse. Häi leit eus en Charakter vir, der ean seiner knorrich un verlässlich Oart noch en feste Orientierungspunkt sei kann, ean er Welt, däi immer beliebicher un seichter se wern scheint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.02.2001
Volker Trunk räumt zwar ein, dass der Autor hier natürlich auch Klischees präsentiert. Er ist dennoch der Ansicht, dass der Leser, sofern er sich dem Buch "unbefangen und mit Selbstironie nähert, (...) Erstaunliches darin finden" kann. Dass das Buch in Platt verfasst wurde, ist dem Rezensenten beim Verständnis und Lesevergnügen keineswegs ein Hindernis, im Gegenteil. Vielmehr sei es für jeden Leser ohne Probleme möglich, sich in dieses Idiom hineinzulesen, und letztlich mache diese Mundart auch einen Großteil der Qualität des Buchs aus. Besonders die vielen Beispiele, die der Autor zur Charakterisierung des typischen Mittelhessen präsentiert, haben es dem Rezensenten angetan. Denn diese Beispiele vermitteln nicht nur einen Eindruck von dem Lebensalltag dieses "mürrischen, eigenbrötlerischen" Menschenschlags, sondern verraten auch viel über deren Selbstbewusstsein, die sehr versteckte Warmherzigkeit und die oftmals recht subtilen Umgangsweisen untereinander, so Trunk.
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