Die Schweiz in naher Zukunft: Die Städte sind zusammengewachsen zur alles beherrschenden "Metropolitane", während die Alpen für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden. Der junge Wissenschaftler Alesch kehrt in sein Heimatdorf Pradetta zurück, einen abgelegenen Ort im schwindenden Schatten eines Gletschers. Seltsame Wetterphänomene häufen sich am Berg, und schon bald ist Alesch hin- und hergerissen zwischen urwüchsiger Bergwelt und Hoffnung auf Fortschritt. Denn seine so revolutionäre wie gefährliche Forschung könnte die Antwort auf die Energiekrise bergen. Und dann ist da noch seine Jugendliebe Annetta …
Eine "gute Schule für unseren Zukunftssinn" ist dieses Buch, findet Rezensent Leander Berger. Seraina Kobler entwirft eine Zukunftsvision, in der die Schweiz die Bergregionen entvölkert hat, damit dort die Energie gewonnen werden kann, die die gewachsenen Metropolregionen am Leben erhält. Außerdem wird in dieser Zukunft die französische Schweiz von der Deutschschweiz unterdrückt. "Tiefschweizerisch" findet Berger diesen Entwurf zwar, aber gleichzeitig verweist das Buch auf universelle Probleme in Zeiten des Klimawandels. Die hauptsächlich in Lausanne angesiedelte Handlung entfaltet sich als ein Krimi, dessen Figuren, moniert Berger, vielleicht doch etwas zu funktional entworfen sind. Dennoch liest der Rezensent dieses Buch, das klug über unsere mögliche Zukunft nachdenkt, insgesamt gern.
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