Herausgegeben von Peter-André Alt, Marcel Lepper und Ulrich Raulff. Als Dramatiker und Erzähler, als Balladenautor und Kulturtheoretiker verband Schiller höchsten intellektuellen Einsatz mit unbändiger Lust an den Spielen der Theaterfantasie, der Sprache und des Denkens. Der Begriff des Spiels ist von entscheidender Bedeutung für sein Werk, für seine Bühnenkunst ebenso wie für seine Rhetorik, für seine lyrische Produktion, seine erzählerischen Texte, seine historischen und ästhetischen Schriften. Den Spieler Schiller in den Blick zu nehmen, erlaubt daher eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit seinem Werk, die unterschiedliche Fachperspektiven aus Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Philosophie, Historiographie und Soziologie zusammenführt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.03.2014
Rezensent Burkhard Müller hat diesen von Peter-André Alt, Marcel Lepper und Ulrich Raulff herausgegebenen Band über die Bedeutung des Spiels bei Schiller freundlich aufgenommen. Die recht verschiedenen Beiträge schätzt er insgesamt als sehr verdienstvoll. Er lobt Daniel Fuldas und Alexander Honolds Dramenanalysen unter dem Gesichtspunkt des Spiels sowie Peter Utz' Untersuchung des bei Schiller so häufig vorkommenden Motivs des "Alles oder Nichts". Bei aller Anerkennung für die einzelnen Beiträge gewinnt Müller gleichwohl den Eindruck, dass sich diese letztlich nicht wirklich zu einem Ganzen fügen. Dies führt er darauf zurück, dass sich keiner der Autoren Schillers viel zitierte Schrift "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" (1795) vornimmt. Zudem vermisst er in dem Band einen Beitrag, der auch die Möglichkeit des Scheiterns von Schiller als Spieler in Erwägung zieht.
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