Die Lyrikerin Kerstin Hensel spielt in ihren neuen Gedichten ein riskantes Spiel. Es heißt "Schleuderfigur". Wer an diesem Spiel teilnimmt, wird aus den gewöhnlichen Bahnen seines Lebens herausgerissen und überwältigenden Gefühlen, seien es die des Verlustes der sozialen Stellung oder eines Menschen, Naturkatastrophen oder der Liebe unterworfen. In vielfältigsten Formen versuchen Kerstin Hensels Gedichte diese extremen Lebenssituationen zu verstehen und damit der Eigenmacht der Gefühle etwas entgegenzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2016
Rezensent Wulf Segebrecht ist überzeugt, dass sich Kerstin Hensel freigeschrieben hat von ihrer FDJ-Zeit. Am Können der Autorin, ihrer Fähigkeit zu Spiel und Meisterschaft, ob im Sonett, Kalauer, Natur- oder Liebesgedicht, Ballade oder Kinderlied, hat er keinen Zweifel. Am ehesten möchte er Hensels Lyrik, wie sie in diesem Band zutage tritt und die mal heiter, mal gespenstisch daherkommt, als abwechslungsreiche Bewegung definieren, als Aufforderung zum Enträsteln und Nachvollzug der Verwandlung.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Das große Buch vom Gemüse Herausgegeben von Odette Teubner, Andreas Miessmer und Hans-Georg Levin. In diesem umfangreichem Band findet sich das Wichtigste über Gemüsearten, Anbaumethoden, Garmethoden… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,…