Eine Frau beginnt, sich die Räume der Männer, mit denen sie schläft, ästhetisch anzueignen, was gleichzeitig dazu einlädt, die Autorin dieses Textes mit ihrer Figur zu verwechseln und diese Einladung abzulehnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2018
Sarah Bergers "punkfeministische" Erzählung über eine urbane Spezies von Frauen, die sich Junggesellen-Wohnungen aneignen und umgestalten, scheint Oliver Jungen jede Menge Stoff zum Nachdenken zu bieten, etwa über die Typisierung des Mannes im Text oder Grundprobleme der Ethnologie und das Eindringen in fremde Habitate. Dass die Ich-Erzählerin solche Schwierigkeiten geschickt zur Tugend umzudeuten weiß, gefällt Jungen und inspiriert zur Idee einer ganz neuen Art von Wohngemeinschaft: faltbare Geschlechterwelten.
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