Das politische Denken über Krieg und Frieden ist von Männern geprägt. Dadurch gerät allzu leicht aus dem Blick, dass sich auch Frauen mit dem Krieg auseinandergesetzt haben. Sandra Hedinger illustriert dies anhand der Schriften Bertha von Suttners, Rosa Luxemburgs und Hannah Arendts und stellt sie zeitgenössischen amerikanischen Denkerinnen gegenüber. Die Autorin geht der Frage nach, auf welche Art das Geschlechterverhältnis die jeweilige Theorie über Krieg und Frieden beeinflusst und inwiefern es als Erklärung für diese Phänomene herangezogen wird.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 05.08.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "rox" findet die Abhandlung der Schweizer Politikwissenschaftlerin Sandra Hedinger gelungen. Die Autorin untersucht Schriften zeitgenössischer amerikanischer Friedensforscherinnen, namentlich Betty Reardon, Judith Ann Tickner und Jean Bethke Elshtain auf ihren Erkenntnisgewinn gegenüber älteren Schriften zum Thema Krieg und Frieden von Rosa Luxemburg, Hannah Arendt und Bertha von Suttner. Die Untersuchung führt nach Ansicht des Rezensenten zu einem positiven Ergebnis, sowohl die Methodik als auch den Inhalt betreffend: "Die abschliessende Frage, ob Frauen qualitativ neue Konzepte zur Friedenserziehung hervorgebracht haben, kann Sandra Hedinger positiv beantworten". Dies sei nicht zuletzt auf die Einbeziehung der Geschlechterforschung zu dieser Thematik zurückzuführen.
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