Aus dem Dänischen von Maike Barth. Eine Nacht im Wald zelten - für viele Kinder ein aufregendes Abenteuer, für Molly eher ein mulmiges Gefühl. Am Lagerfeuer sitzen, Stockbrot essen und Geschichten erzählen klingt toll, doch draußen im Dunkeln zu schlafen, macht ihr Angst: Was, wenn sie nachts auf die Toilette muss oder Heimweh bekommt? Und gibt es nicht auch wilde Tiere? Am liebsten würde Molly sich krank melden, doch ihre Eltern lassen sich nicht täuschen. Also fährt sie mit - und muss besonders mutig sein, als mitten in der Nacht ein seltsames Geräusch erklingt. Schnell merkt Molly: Sie ist nicht die Einzige, der eine Übernachtung im Wald unheimlich ist ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.06.2026
Sich dazu zu überwinden, Unbekanntes zu tun, ist wahrscheinlich für die meisten Menschen nervenaufreibend, überlegt Rezensentin Anna Vollmer. Für Molly, die Protagonistin der Reihe "Molly mittendrin", ist es ein Zeltausflug mit der Schulklasse, der ihr Angst macht, lesen wir, am liebsten würde sie sich krank stellen. Ihre Eltern schaffen es aber, sie zu ermutigen und gleichzeitig ihre Ängste ernstzunehmen, so auch ihre beste Freundin Lily, mit der sie sich ein Zelt teilt, schildert Vollmer. Sabine Lemires Geschichte wird ihr zufolge hervorragend von Signe Kjaer illustriert, die die ganze Bandbreite der Kindergefühle zwischen Wut, Angst, Traurigkeit und Freude sichtbar macht. Die Kritikerin freut sich, dass hier nicht nur die Geschichte einer Zeltübernachtung erzählt wird, sondern vor allem eine des gegenseitigen Mutmachens, Unterstützens und Über-sich-Hinauswachsens.
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