Ruth Cerha

Der Gesang der Räder in den Schienen

Cover: Der Gesang der Räder in den Schienen
Luftschacht Verlag, Wien 2007
ISBN 9783902373243
Gebunden, 185 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Veränderungen bereiten sich im Verborgenen vor, sie sind ein meist langsamer, aber stetig voranschreitender Prozess, dessen Auswirkungen oft erst durch zufällige Ereignisse oder scheinbar nebensächliche Begegnungen sichtbar werden. Genau jenen Punkt aufzuspüren, an dem diese Veränderungen möglich oder notwendig werden, an dem sich das gewohnte Bild wie plötzlich verschiebt, steht im Mittelpunkt der in diesem Band vorliegenden Erzählungen. So verschieden sie inhaltlich auch angelegt sein mögen, thematisch handeln sie allesamt vom Fortgehen, Ankommen, Zurückkehren und auch vom Zustand des Dazwischen: vom Reisen als reale und unmittelbare Erfahrung, dass man immer in Bewegung ist, auch wenn man keine im Voraus klar definierte Strecke zurücklegt. Und auch wenn die tatsächliche Entfernung der ProtagonistInnen zueinander oft wächst, so wird jede dieser Geschichten zu einem Fugato über die fast naive Sehnsucht, einander (wieder) näher zu kommen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 01.03.2008

Ausgesprochen gut haben Rezensentin Carola Ebeling die in diesem Band versammelten sechs Erzählungen gefallen, bei denen sie besonders die atemlose, von feinem Rhythmus-Gespür geprägte Sprache aufmerken ließ. Meist seien die Geschichten, die stets wie ein "hochkonzentriertes Kammerspiel" funktionierten, aus der Ich-Perspektive geschrieben, geht es darin dem Eindruck der Rezensentin zufolge im weitesten Sinne meist um die Liebe. Neben Gefühlslagen sind es für Ebeling besonders Orte und Räume, die in Ruth Cerhas Erzählungen eine Rolle spielen, wobei die Autorin ihre Rezensentin nicht nur mit "atmosphärischer Dichte" sondern auch mit ihrem "fein tastenden und darum oft sehr genauen Blick" auf Figuren und Stimmungen begeistern kann.
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