Kurz vor ihrem 35. Geburtstag brechen Rüdiger Barth und seine Frau aus: Vier lange Monate sind sie dem Leben auf der Spur, reisen einmal um die Erde, erkunden elf Länder auf fünf Kontinenten. Per Flugzeug, Bus, Fähre, Fahrrad, Mietwagen und zu Fuß. Es ist das Abenteuer ihres Lebens: Die beiden spüren in New Orleans, wie die Stadt kämpft, auf die Beine zu kommen. Auf Guadeloupe packt sie die große Gelassen heit, auf St. Lucia geraten sie in einen irren Wahl kampf. In Chile genehmigen sie sich Wein, der doppelt so teuer ist wie das Zimmer für die Nacht. Sie brettern mit dem Moped über die Osterinsel, tuckern durch das Mekong-Delta, machen in Sydney Urlaub vom Reisen. "Wir sind keine besseren Menschen geworden", schreibt Rüdiger Barth. "Aber glücklicher."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
Es gehe hier nicht um Befindlichkeitsliteratur wie bei Hape Kerkelings Bestseller "Ich bin dann mal weg", stellt Stefan Fischer gleich zu Beginn erleichtert fest. Auch wenn Rüdiger Barth im gleichen Verlag wie Kerkeling erscheint und der Umschlag das gleiche Blau habe, hier sei nicht die Person das Zentrum, sondern die bereisten Städte. Fischer gefällt Barths Wille zum Erzählen, zum Verdichten von Szenen, und einige davon lobt er ausdrücklich, wie zum Beispiel den Gospel-Gottesdienst in Harlem, der Barths Talent zur Reportage zeige. "Substanziell" fällt Fischer zu dem Buch ein, nur der Lektor habe leider geschlampt.
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