Das Leben ist ein Spiel, das mathematischen Regeln folgt; unsere Entscheidungen können berechnet, ihr größtmöglicher Nutzen für alle kann kalkuliert werden. Diese Idee der Spieltheorie hat im 20. Jahrhundert Wirtschafts-, Politik- und Kulturgeschichte geschrieben. Spieltheoretiker waren Berater im Kalten Krieg. Und ohne dass sie es ahnten, legten sie das Fundament für den Siegeszug des Homo oeconomicus. In seiner fulminanten Geschichte der Spieltheorie spannt Rudolf Taschner einen Bogen von der Erfindung der Wahrscheinlichkeitsrechnung im 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart der globalen Finanzmärkte. Ein Buch über die Mathematik als Sinnsuche - fesselnd wie ein Kriminalroman.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2015
Als gelungene Einführung in die Spieltheorie empfiehlt Rezensent Thomas Weber das Buch des Wiener Mathematikers Rudolf Taschner. Dass der Autor seine Erzählung über die Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Spieltheorie am Genie einiger bedeutender Denker festmacht, scheint Weber zwar allzu reduktionistisch und lässt für ihn die militärischen, wirtschaftlichen und politischen Einflüsse außer Acht. Unterhaltsam findet er Taschners in direkter Rede sprechende Mathematiker allerdings schon. Das Buch findet er lesenswert, auch wenn er den Berechenbarkeitsoptimismus des Autors nicht teilen kann.
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