Roz Chast

Können wir nicht über was anderes reden?

Meine Eltern und ich
Cover: Können wir nicht über was anderes reden?
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015
ISBN 9783498009441
Gebunden, 240 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Marcus Gärtner. Roz Chast, bekannt für ihre Cartoons im 'New Yorker', zeichnet und beschreibt das Altwerden ihrer Eltern. Als sie das erste Mal nach langer Zeit ihre greisen Eltern besucht, findet sie einen verwahrlosten Haushalt vor. Mutter wie Vater weigern sich jedoch, ihre Hilflosigkeit anzuerkennen und über Pflege, Krankheit und Tod zu reden. Roz Chast gibt nicht auf, steht fortan wöchentlich auf der Matte und schleppt einen Seniorenanwalt ins Haus, der die misstrauischen Alten davon überzeugt, dass ihre Tochter nicht plant, ihr Vermögen für Kaschmirpullover auszugeben, nur weil sie eine Generalvollmacht bekommt. Denn: Was, wenn was passiert? Die Erinnerungen von Roz Chast sind erfüllt von schwarzem Humor, großer Weisheit, Verzweiflung und Liebe und sprechen Gefühle und Erfahrungen an, die alle irgendwann machen müssen.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 21.11.2015

Das Altern und Ableben ihrer Eltern habe Roz Chast, Cartoonistin beim "New Yorker", in eine "berührende, lebensechte, warmherzige" Graphic Novel verwandelt, befindet Marc Reichwein. Den Rezensenten bestätigt es in der Annahme, dass man die Bedeutung des Sterbens erst dann wirklich erfassen kann, wenn die eigenen Eltern dem Tod nahe sind. Aus Chasts Schilderungen zieht Reichwein den Schluss, man bleibe für Vater und Mutter lebenslang Kind, egal wie sehr sich die Rollen auch scheinbar vertauschen mögen, wenn die Eltern irgendwann einmal bettlägerig und hilfsbedürftig sind.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.09.2015

Für Johan Schloemann sticht Roz Chasts Lang-Cartoon über das Altern ihrer Eltern heraus aus der wachsenden Literatur rund ums Pflegen und Sterben. Ungewöhnlich und großartig findet der Rezensent das Buch, er kann sich kaum etwas zugleich Menschenfreundlicheres und Lustigeres vorstellen als den "absurden, existenzialistischen, neurotischen Humor" der langjährigen Karikaturistin des "New Yorker". Ihre gezeichnete Geschichte über das verschrobene Elternpaar, das nicht über den eigenen Tod sprechen möchte, sich allmählich aber Themen wie Pflegeheim und Patientenverfügung stellen muss, erzähle Chast als "todtraurige und todkomische Rechenschaft", wie Schloemann lobend attestiert. Ihr Witz raube der Sache dabei nichts von ihrem Ernst, sorge aber dafür, dass das Erzählte leichter zu ertragen sei - so gerate die Geschichte in den Augen des Kritikers "nicht alberner, sondern würdiger".
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