Aus dem Englischen von Ursula Held. Wir arbeiten in ihnen, spazieren über sie und fahren durch sie hindurch: Dass Hochhäuser dem Sturm trotzen, Brücken und Tunnel dem Verkehr und der Schwerkraft standhalten, ist jedoch nicht selbstverständlich, sondern fast ein Wunder - und der Kunst der Ingenieure zu verdanken. Roma Agrawal, die Westeuropas zweithöchsten Wolkenkratzer plante, weiht uns ein in die Geheimnisse der Statik. Auf ihrer reich illustrierten Reise durch die Geschichte der Gebäude erzählt Agrawal, wie Materialien Bauweisen revolutionierten, warum beispielsweise die wichtigste Errungenschaft des Römischen Reichs der Ziegelstein war.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.10.2018
Fasziniert hat Rezensent Peter Richter diesen Band der indischen, in London lebenden Bauingenieurin Roma Agrawal gelesen. Das Buch könnte so etwas wie Gombrichs "Kurze Weltgeschichte für junge Leser" werden, meint der Kritiker, der hier erfährt, wie Ingenieure dafür sorgen, dass Häuser halten, Fahrstühle fahren, Brücken gebaut werden können oder Wasser trinkbar aus der Leitung kommt. Was zunächst wie ein Wunder wirkt, kann Agrawal in "verblüffender Einfachheit" erklären, staunt der Rezensent. Dass das Ingenieurswesen nicht ungefährlich und noch immer eine Männerdomäne ist, erfährt Richter hier ebenfalls. Ein paar überflüssige Anekdoten aus dem Privatleben der Autorin schmälern das Lesevergnügen des Kritikers nicht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2018
Hannes Hintermeier staunt über die Kenntnisse der jungen Bauingenieurin Roma Agrawal. Als "Vertreterin der unbedingten Machbarkeit" erscheint sie ihm in diesem Buch, wenn sie laut Hintermeier gut lesbar anhand von Modellen und Zeichnungen die Prinzipien der Bauphysik und der Konstruktion erläutert und internationale Bauwerke vorstellt. Wie die Kuppeln von Taj Mahal und Parthenon halten, wie Brücken und Abwasserkanäle funktionieren lehrt den Rezensenten Agrawals Blick in die Geschichte. Auch wenn sich Hintermeier stellenweise wie beim History Channel fühlt und er über das Bauen der Zukunft gern mehr erfahren hätte, findet er das Buch lesenswert.
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