Roger-Pol Droit

Wie ich meiner Tochter die Philosophie erkläre

Cover: Wie ich meiner Tochter die Philosophie erkläre
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2006
ISBN 9783455095234
Gebunden, 94 Seiten, 8,95 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Hainer Kober. Im Dialog mit seiner sechzehnjährigen Tochter beantwortet Roger-Pol Droit die Grundfragen der Philosophie. Philosophie ist ein Wort, das häufig Angst macht. Wir erwarten furchtbar komplizierte Fragen, ein unverständliches Vokabular, Bücher, deren Titel wir noch nicht einmal verstehen. Ein ganz eigenes Universum, das ein paar abgehobenen, fast schon außerirdischen Spezialisten vorbehalten ist. Doch wer das glaubt, täuscht sich. Denn wir alle, insbesondere wenn wir Kinder oder Jugendliche sind, fragen uns nach dem Sinn des Lebens, des Todes, der Gerechtigkeit, der Freiheit und anderer wichtiger Dinge. Dieses Buch soll Jugendlichen, die wissen möchten, was es mit dieser Tätigkeit unseres Geistes auf sich hat, wirklich von Nutzen sein. Denn die Philosophie ist eine unerschöpfliche Quelle der Freude, des Staunens und der Freiheit.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.11.2007

Ein bisschen enttäuscht ist Ludger Lütkehaus von diesem Buch, in dem der französische Journalist und Philosoph Roger-Pol Droit seine 16-jährige Tochter in die Welt der Philosophie einführt. Der Rezensent hätte sich gewünscht, dass der Autor etwas mehr von der "anarchischen" Ader von Kindern profitiert und das Buch mehr zum Dialog als zum belehrenden Monolog wird. Dennoch findet er insbesondere das Kapitel "Weg der Wörter", in dem der Autor sich besonders mit der französischer Linguistik auseinandersetzt, recht anregend und für Jugendliche gut erklärt und er würdigt, dass Droit insgesamt in diesem Band durchaus gewichtiges philosophisches Wissen vermittelt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.07.2006

Nur abraten kann Rezensentin Käthe Trettin vom Erwerb dieses Buchs, in dem der französische Autor Roger-Pol Droit seiner sechzehnjährigen Tochter Marie die Philosophie zu erklären versucht. Dieser Versuch nämlich ist gründlich in die Hose gegangen. Trettin sieht in dem Werk einen schalen Aufguss von bereits fragwürdigen Büchern wie "Sophies Welt". Tatsächlich beurteilt sie "Wie ich meiner Tochter die Philosophie erkläre" noch schlechter als alles andere, was in dieser Richtung bisher erschienen ist. Nämlich als substanzlos, flach und banal. Geradezu beschämend findet sie, dass der philosophierende stets von den "alten Griechen" faselnde Vater seiner Tochter weismachen will, der Gegenstand der Philosophie von den Anfängen bis heute seien "die Ideen". Auch an den um Authentizität bemühten Dialogen zwischen Vater und Tochter lässt Trettin kein gutes Haar. Diese wirken auf sie allesamt künstlich und aufgesetzt.
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