Dieter Henrich

Dankbarkeit. Ein unterschätztes Lebensgefühl

Cover: Dankbarkeit. Ein unterschätztes Lebensgefühl
Reclam Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783150146651
Broschiert, 112 Seiten, 8,00 EUR

Klappentext

Dankbarkeit hilft - auch einem selbst! Wie ist Dankbarkeit in Krisenzeiten möglich? Schließen sich Not und Dank aus? Was ist echte Dankbarkeit? Sie ist Bejahung des Daseins, in der wir unsere Abhängigkeit von anderen Menschen und unseren Lebensumständen genießen! Der Philosoph Dieter Henrich spürt diesem Phänomen nach: Danken ist ein wichtiges soziales Bindemittel. Es ist aber auch die tröstliche Fähigkeit, auf dem mitunter holprigen Lebensweg einen guten Sinn finden zu können.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.05.2026

Dem Phänomen der Dankbarkeit kommt Rezensent Uwe Justus Wenzel mit diesem Buch näher. Der 2022 verstorbene Philosoph Dieter Henrich unterscheidet darin zwischen zwei Formen desselben, zwischen der Dankbarkeit, die man einem anderen Menschen schuldet und einer allgemeineren, die auf eine Zufriedenheit mit dem eigenen Dasein zielt. Entscheidend ist für Henrich, dass diese zweite Form der Dankbarkeit keinen Adressaten hat, in Zeiten zunehmender Säkularisierung oft nicht einmal mehr Gott. Insofern der Mensch die Quelle dieser umfassenden Dankbarkeit nicht mehr im Glauben verorten kann, tritt, so rekonstruiert Wenzel das Argument, die Philosophie die Nachfolge der Religion an. Der Rezensent scheint solchen Gedanken durchaus gewogen und rundet seine Besprechung mit Verweisen auf unter anderem Georg Simmel sowie Hölderlin ab.

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