10. September 1521: Sultan Suleiman der Prächtige, Herrscher über das mächtige Osmanische Reich, entsendet eine Invasionsflotte zur Insel Rhodos. Dies sollte die Eröffnungsschlacht einer 60 Jahre andauernden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den rivalisierenden Reichen der christlichen Mittelmeermächte und den Osmanen um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum sein. 1565 belagerten die Osmanen die Insel Malta, doch erst in der legendären Schlacht von Lepanto 1571, mit insgesamt etwa 200.000 Soldaten eine der größten Seeschlachten aller Zeiten, wurden die Grenzen im Mittelmeerraum so festgelegt, wie wir sie heute kennen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2009
Dies Buch hat seine Stärken und seine Schwächen - so könnte man Andreas Kilbs Kritik wohl zusammenfassen. Die Stärken liegen eindeutig in der Verlebendigung von Ereignisgeschichte. Also der Schilderung etwa des Beinahe-Siegs der heranrückenden Osmanen über das abendlandverteidigende Malta. Oder der Beschreibung einer Seeschlacht zwischen Janitscharen und Christen. Allerdings gelingt es Roger Crowley offenbar nie, zu den vor Augen geführten Aktionen strukturellere und gewiss weniger unmittelbar attraktiv zu formulierende Gründe zu nennen - und also die bloße Ereignisgeschichte zu transzendieren. Insgesamt also offenbar ein Beispiel für "Populärgeschichtsschreibung", das einen nur bedingt schlauer macht und das auf jeden Fall die - so Kilb - "komplexeren Seiten" der geschilderten Vorgänge außen vor lässt.
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